2014-06-10 Zeitungsbericht aus der BAZ

Lockere Spaziergänge auf heissem Sand

Der Rumäne Victor Crivoi (Nr. 1) und die Ukrainerin Alyona Sotnikova (5) siegen erstmals am Crossklinik Basel Tennis-Open

Von Beat Caspar

Basel. Die Stärke und Dichte der Felder, die Rekordbeteiligung mit über
300 Nennungen und das heisse Wetter: Die Jubiläumsauflage des Turniers von
Kurt und Steven Schudel hielt, was der traditionelle Pfingstanlass versprach.
Auch wenn die in Biel trainierende topgesetzte Russin Regina Kulikova 
verletzungsbedingt kurzfristig absagen musste, entwickelten
sich beide Topkonkurrenzen (N1 bis R2) mehrheitlich 
gemäss den etablierten Hierarchien. Bei den Männern 
erreichten die Gesetzten 1 bis 8 geschlossen die Viertelfinals,
beiden Frauen schaffte es die Tessinerin Alessia Rossetti 
als einzige Ungesetzte in die Runde der letzten acht. Das 
höchste Preisgeld von 5600 Franken sicherte sich der topgesetzte
Rumäne Victor Crivoi überlegen. Der 32-Jährige (ATP 228), 
einst die Nummer 75 der Welt, gab in seinen ersten
vier Matches jeweils nur wenige Games ab. Er wischte 
im Viertelfinal sogar den dreimaligen argentinischen Titelgewinner
Cristian Villagran mit 6:3, 6:2 förmlich vom staubtrockenen Platz.
Sein Halbfinalgegner Ivo Klec (De), der ebenso locker durchmarschiert
war, musste nach verlorenem ersten Satz verletzt aufgeben. 
Den Titelkampf gegen Raphael Lustenberger gewann der
Rumäne 7:5, 6:4. Dem Schweizer blieb es im Final als
Einzigem vorbehalten, Crivoi zu fordern und neun Games 
zu gewinnen. Der routinierte Rumäne fühlte sich trotz 
Spaziergängen in den ersten Runden «müde und alt», freute 
sich jedoch über das Preisgeld. Er wähle seine Turniere so,
dass sein Budget nicht überstrapaziert werde, erklärte Crivoi 
seinen Start in Basel. Ob er 2015 zurückkehre, liess er mit 
kritischem Unterton offen: «Zwei Matches pro Tag sind unüblich.
Ab dem Viertelfinal sollte es nur ein Spiel pro Tag geben. Das 
Niveau wäre besser.» Der letztjährige Finalist Raphael Lustenberger
erwies sich wie im Vorjahr als stärkster Einheimischer. Er profitierte
allerdings vom Vorteil, am Montag seinen Halbfinal kampflos zu gewinnen.
Der Zürcher Robin Roshardt, der beim 6:4, 2:6, 6:3 im Viertelfinal 
am Sonntagabend im seinem dritten Dreisätzer gegen den als 
Nummer 4 gesetzten Franzosen Alexandre Renard den Fairnessgedanken
mehr als strapazierte und verwarnt wurde, machte eine Verletzung
geltend und trat nicht mehr an. Dieser Misston blieb trotz der grossen
Hitze die Ausnahme.

Sieg für die Baslerin Klincov
Die Finalistinnen der Frauen-Events hatten «nur» sechs Matches zu bestehen.
Trotzdem mussten sie am Ende die letzten Reserven mobilisieren. 
Die 22-jährige Ukrainerin Alyona Sotnikova (WTA 363), hatte etwas 
mehr davon als die 31-jährige Argentinierin Salome Llaguno, die 
nach gewonnenem Startsatz mit 0:6, 2:6 einging. Im R2/R6-Turnier
siegte die Baslerin Bojana Klincov sogar durch Aufgabe der am 
Knie verletzten topgesetzten 17-jährigen Lea Amrhein im zweiten Satz.
Klincov wird am 22. Juni erst 13-jährig. Sie hat bereits R1-Niveau 
und trainiert täglich in Waldshut-Tiengen im Camp von Eric van Harpen.
Auch das R2/R6-Tableau der Männer brachte einen Basler Sieger hervor:
Michael Koran. Der 23-jährige US-Student auf Semesterurlaub schlug den zwei
Jahre jüngeren Clément Guerra in drei Sätzen.

2014-06-06 Zeitungsbericht aus der Riehener Zeitung

10. Int. Crossklinik
Tennis-Open auch in Riehen
rz.
Auf dieses Jahr hat das Interationa
-
le Crossklinik Tennis-Open einen
Quantensprung gemacht. Das Preis-
geld der Jubiläumsausgabe – das Tur-
nier findet zum zehnten Mal statt –
konnte auf 30'000 Franken erhöht
werden und weil das Turnier diesmal
nicht durch die Qualifikation der
Junioren-Schweizermeisterschaft
konkurrenziert wird, werden die
stärksten Nachwuchsspieler in Basel
erwartet.
Rekordverdächtige 325 Spielerin-
nen und Spieler, 197 Männer und 128
Frauen, haben sich in den vier Tab-
leaus eingeschrieben. Hauptspielort
sind die Plätze des BLTC Basel, wo am
Pfingstmontag auch die Finals ge-
spielt werden. Hochstehenden Ten-
nissport gibt es ab heute Freitagnach-
mittag aber auch auf den Plätzen des
Tennis-Clubs Riehen auf der Grendel-
matte zu sehen – vorbeigehen lohnt
sich. Gespielt wird ausserdem auf den
Plätzen der Old Boys Basel bei der
Schützenmatte sowie auf dem Bächli-
acker in Frenkendorf.
Die Spielpläne sind im Internet zu
finden (auf der Turnier-Homepage
www.int.crossklinikcup.ch).

2014-05 Smash Bericht

Elite-Treffe in Basel

Die internationalen crossklinik Open Basel unter der fachkundingen Leitung von Kurt und Steven Schudel erfahren einen neuerliche Aufwertung. Es wurden nicht nur erneuert das Preisgeld aufgestockt (neu CHF 30 000.-), sondern auch die Tableaus vergrössert. Nachdem in den Vorjahren die stärksten Junioren der Schweiz am Pfingstwochenende stets an der gleichzeitig stattfindenden Qualifikation für die nationalen Nachwuchsmeisterschaften engagiert waren, können sie sich dieses Jahr in Basel vom 6. bis 9. Juni (endlich) zum ersten Mal in den N1/R2-Tableaus mit hochkarätigen Gegnern aus dem In- und Ausland messen und damit wertvolle Wettkampferfahrung sammeln. Turniergründer Kurt Schudel erwartet rund 60 Elite-Junioren. Im Zuge dieser für den Schweizer Nachwuchs positive Verschiebung der SM-Qualifikations-Turniere bietet das OK zum ersten Mal auch eine Medical-Betreuung für Junioren an. Während des ganzen Pfingstevents wird ein Arzt vom Kinder-Unispital beider Basel vor Ort sein (vgl. auch Seite 44). Gleichgeblieben ist das unentgeldliche Hostitality-Angebot für N1/2 Spieler(innen) und die Aufteilung der Kategorien in N1/R2 und R2/R6. Anmeldung und Infos zum Turnier in Basel finden Sie unter www.int.crossklinikcup.ch.

Siehe PDF (hier anklicken / 1.1 MB)

2014-06-06 Zeitungsbericht aus der BAZ

Zum Jubiläum eine Rekordbeteiligung

325 Nennungen sind für das 10. Internationale Crossklinik Tennis Open Basel eingegangen

Von Beat Caspar

Basel. Die neuen Voraussetzungen

ohne die bisher gleichzeitig angesetzten

Qualifikationen für die Schweizer Juniorenmeisterschaften

zahlen sich für

das traditionelle Basler Pfingstturnier

aus. 325 Anmeldungen sind für die vier

Konkurrenzen eingegangen – Beteiligungsrekord.

Die Felder der Männer

umfassen 112 (N1 bis R2) respektive 85

Namen (R2 bis R6), die der Frauen

zweimal 64. Vor allem die Frauen-

Tableaus präsentieren sich schweizweit

unerreicht. Der Umfang des Anlasses

bewirkt enorm viel Arbeit für das Organisationsteam.

Er bedeutet ab Freitagmittag,

14 Uhr, bis zu den Finals am

Pfingstmontag über 300 Matches. Die

Plätze des Basler LTC im Gundeli, der

TC Old Boys, TC Riehen und des Bächliacker

Frenkendorf werden voll ausgelastet

sein. Am Samstag muss bereits ab

8 Uhr gespielt werden.

Zweitbestes Turnier der Region

Es wäre freilich falsch, nur die

Quantität des Grossanlasses anzusprechen.

Der Crossklinik-Cup ist und bleibt

qualitativ das nach den Swiss Indoors

mit Abstand beste Tennisturnier in der

Region. Und dank dem von Swiss Tennis

entflochtenen Terminkalender kann

es sich nun weiter in die von den Promotoren

Kurt und Steven Schudel gewünschte

Richtung eines Kräftemessens

von nationalen und internationalen

Topleuten mit der Nachwuchsspitze

des Landes entwickeln.

Von den 64 Frauen der Spitzenkonkurrenz

gehören 40 der Kategorie

18&U an, das heisst, Juniorinnen bis

und mit Jahrgang 1996. Hinzu kommen

zehn Spielerinnen mit Jahrgang

1994/1995. Bei den Männern sieht es

ähnlich aus. 38 Spieler zählen zur Kategorie

18&U, 15 haben Jahrgang 1994

oder 1995. 30 Jahre oder älter sind nur

zwei Frauen und 19 Männer. Älteste

Spitzenfrau ist die 32-jährige Céline

Cattaneo, die als Nummer 7 gesetzte Finalistin

2009, Nummer 21 des

Swiss-Tennis-Rankings. Die ältesten

männlichen Teilnehmer haben Jahrgang

1968, 1972 und 1975, jedoch kein

nationales Ranking.

Jüngste in den N1/R2-Feldern sind

Alexandra Bakaldina (R1) mit Jahrgang

2001 sowie bei den Männern ein von

Gabriel Currlin (N4.142) angeführtes

Quintett mit Jahrgang 1999. Bakaldina

trifft in der 1. Runde auf die sieben Jahre

ältere Magali Chételat (N4.52). Der

Siegerin winkt dann ein Treffen mit der

31-jährigen Salome Llaguno, der als

Nummer 2 gesetzten Argentinierin, die

einst WTA-Position 614 erreichte.

Duell der Generationen

Derartige «Generationen-Duelle»

werden am viertägigen Anlass keine

Ausnahme sein, auch wenn es aufgrund

der grossen 18&U-Zahl zu vielen reinen

Juniorinnen-Matches kommen wird. So

wird die topgesetzte Regina Kulikova

bis in die Viertelfinals wohl einen Juniorinnen-

Parcours zu absolvieren haben.

Die aus Kasachstan stammende Russin,

die in Biel trainiert, kennt sich im Juniorinnentennis

noch bestens aus, denn sie

ist selbst erst 25. Vor vier Jahren kletterte

sie als eine der neuen russischen

Hoffnungen auf WTA-Rang 65, ehe sie

von Rückenproblemen jäh gestoppt wurde.

Vor der langen Verletzungspause

hatte sie in Wimbledon zweimal die

3. Runde erreicht.

Bei den Männern, deren Anlauf zu

höchster Leistungsstärke normalerweise

länger dauert, wird es zahlenmässig

mehr Vergleiche zwischen erprobten

Spitzenspielern und ambitionierten

Nachwuchskräften geben. Es wird interessant

und aufschlussreich sein zu

beobachten, wie sich die stärksten

U20-Akteure gegen die reifere und höhere

Spitze behaupten. Der 20-jährige

Loïc Perret (N2.17) ist der einzige

20&U, der gesetzt werden konnte (Nr.

13). Der 19-jährige Zürcher Daniel Valent

(N2.24), der jüngere Bruder des

Turniersiegers 2009 Roman Valent,

schaffte es gerade nicht mehr in die Gesetztenliste.

Nach Papierform hat er

trotzdem einen gemächlich scheinenden

Einstieg vor sich. Ein Brocken wartet

erst im Achtelfinal auf ihn, der ihm

bestens bekannte Robin Roshardt

(N2.11). Der als Nummer 7 gesetzte 26-jährige

Titelgewinner 2011 ist der letzte

Schweizer Sieger und einer von sechs

früheren Cup-Gewinnern im Feld. In

Basel inzwischen ein alter Bekannter

unter ihnen ist Cristian Villagran. Der

in der Schweiz wohnhafte Argentinier

ist «nur» als Nummer 6 gesetzt, aber

trotzdem bestrebt, den vierten Titel

nach 2010, 2012 und 2013 zu holen.

Läuft alles nach Programm, wird er es

in den Viertelfinals mit dem Topgesetzten

zu tun bekommen. Der 32-jährige

Rumäne Victor Crivoi (ATP 228) war

zu seinen besten Zeiten mal 75. der

Weltrangliste.

Für die wenigen Regionalen wird es

schwierig, nachhaltig auf sich aufmerksam

zu machen. Das gilt selbst für den

nominell besten Basler. Wenn Stefan

Kilchhofer (N2.25) wunschgemäss startet

und er zwei Siege feiern kann, hätte

er in der 3. Runde vermutlich die Ehre

mit Villagran. Alle andern sind schon in

der 1. oder 2. Runde Aussenseiter.

Vierter Titel? Der

argentinier

cristian Villagran

zählt nach seinen

siegen von 2010,

2012 und 2013

auch in diesem

Jahr zu den

favoriten am

Basler Pfingstturnier.

foto Beat caspar

2013-05-21 Zeitungsbericht aus der BAZ

Den Titel verteidigt
Cristian Villagran gewann zum dritten Mal das Crossklinik Tennis Open


Von Beat Caspar
Basel.
Am regnerischen Freitagvormittag hätte wohl gar niemand darauf zu
wetten gewagt, das 9. internationale Crossklinik Tennis Open Basel könnte
vollumfänglich wie geplant unter freiem Himmel abgewickelt werden. Doch
dank einiger Improvisation und Spielen bis Samstagmitternacht konnten auch
die letzten der rund 200 Matches unter Dach und Fach gebracht werden, die
Klasse-Finals, die nach jeweils zwei Sätzen entschieden waren. Die als Num-
mer 2 gesetzte Bulgarin Alexandrina Naydenova schlug Timea Bacsinszkys
(1) Halbfinal-Bezwingerin Iryna Bremond (Fr/4) 7:5, 6:1, danach der top
gesetzte Vorjahressieger Cristian Villagran (Arg) den Luzerner Raphael Lus-
tenberger (9) 6:3, 6:4.
Die Endspiele um 4200 respektive 3100 Franken Siegesbörse bildeten
zwei der vielen spielerischen Höhepunkte des traditionellen Pfingsttur-
niers, das so viel Spannung bot, wie es die hochkarätigen und dichten Teilneh-
merfelder versprachen. Letztlich fiel sogar die kurzfristige Absage des als
Nummer 3 gesetzten erkrankten Siegersvon 2011, Robin Roshardt, kaum ins
Gewicht. Im Tableau-Viertel des Zürchers sprang Raphael Lustenberger in
die Lücke. Der 25-jährige Luzerner,der seine Profi-Ambitionen im letzten 
Sommer nach dreijährigem Versuchbeendete, avancierte zum besten
Schweizer.

Falsche Entscheidungen getroffen Im Final, seinem sechsten Match in
drei Tagen, fehlte ihm dann etwas die Kraft. Er vermochte den majestätischen,
fast fehlerlosen Titelverteidiger Villagran zwar öfter in Verlegenheit zu brin-
gen, doch es haperte etwas beim Verwerten der Chancen. «Er läuft und kon-
tert ausserordentlich gut. Ich habe wahrscheinlich wegen Müdigkeit einige
falsche Entscheidungen getroffen»,stellte der Verlierer fest. Der 31-jährige
Sieger, der in Peseux/Neuchâtel eine Tennisschule betreibt und wie immer
mit Gattin und den zwei Kindern anreiste, aber nach wie vor leidenschaftlich
gern Turniere bestreitet, lobte das komplette Spiel des Gegners. Im Halbfinal
gegen den aggressiven Linkshänder Alexander Sadecky hatte Villagran
mehr Mühe bekundet, zu seinem filigranen Spiel zu finden.
Wie stark der Anlass besetzt war, zeigt auch die Tatsache, dass bei den
Männern ausser den Opfern von Villagran für die Schweizer spätestens die
Achtelfinals Endstation bedeuteten. Im merhin erreichten Adam Moundir, Ja-
cob Kahoun, Johan Nikles, Yannick Thomet, Yann Marti und Mathieu Gue-
nat dieses Stadium. Das 17-jährige Genfer Talent Nikles
(N4.114) kam mit einem dritten Sieg gegen einen höher klassierten Spieler
sogar noch eine Runde weiter und war klar bester Teenager. Bei den Frauen
sah es aus nationaler Sicht düsterer aus. Neben der momentan lediglich spora-
disch spielenden Lausannerin Bacsinszky standen nur zwei unter den letzten
acht, Michela Casanova (Arisdorf) nach einem Sieg und zwei der ärgerlichen
Forfaits, Gaëlle Rey (Chavannes-Des-Bois/Nr. 8) nach zwei Siegen gegen
hinter ihr rangierte Gegnerinnen.