2014-05 Smash Bericht

Elite-Treffe in Basel

Die internationalen crossklinik Open Basel unter der fachkundingen Leitung von Kurt und Steven Schudel erfahren einen neuerliche Aufwertung. Es wurden nicht nur erneuert das Preisgeld aufgestockt (neu CHF 30 000.-), sondern auch die Tableaus vergrössert. Nachdem in den Vorjahren die stärksten Junioren der Schweiz am Pfingstwochenende stets an der gleichzeitig stattfindenden Qualifikation für die nationalen Nachwuchsmeisterschaften engagiert waren, können sie sich dieses Jahr in Basel vom 6. bis 9. Juni (endlich) zum ersten Mal in den N1/R2-Tableaus mit hochkarätigen Gegnern aus dem In- und Ausland messen und damit wertvolle Wettkampferfahrung sammeln. Turniergründer Kurt Schudel erwartet rund 60 Elite-Junioren. Im Zuge dieser für den Schweizer Nachwuchs positive Verschiebung der SM-Qualifikations-Turniere bietet das OK zum ersten Mal auch eine Medical-Betreuung für Junioren an. Während des ganzen Pfingstevents wird ein Arzt vom Kinder-Unispital beider Basel vor Ort sein (vgl. auch Seite 44). Gleichgeblieben ist das unentgeldliche Hostitality-Angebot für N1/2 Spieler(innen) und die Aufteilung der Kategorien in N1/R2 und R2/R6. Anmeldung und Infos zum Turnier in Basel finden Sie unter www.int.crossklinikcup.ch.

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2013-05-21 Zeitungsbericht aus der BAZ

Den Titel verteidigt
Cristian Villagran gewann zum dritten Mal das Crossklinik Tennis Open


Von Beat Caspar
Basel.
Am regnerischen Freitagvormittag hätte wohl gar niemand darauf zu
wetten gewagt, das 9. internationale Crossklinik Tennis Open Basel könnte
vollumfänglich wie geplant unter freiem Himmel abgewickelt werden. Doch
dank einiger Improvisation und Spielen bis Samstagmitternacht konnten auch
die letzten der rund 200 Matches unter Dach und Fach gebracht werden, die
Klasse-Finals, die nach jeweils zwei Sätzen entschieden waren. Die als Num-
mer 2 gesetzte Bulgarin Alexandrina Naydenova schlug Timea Bacsinszkys
(1) Halbfinal-Bezwingerin Iryna Bremond (Fr/4) 7:5, 6:1, danach der top
gesetzte Vorjahressieger Cristian Villagran (Arg) den Luzerner Raphael Lus-
tenberger (9) 6:3, 6:4.
Die Endspiele um 4200 respektive 3100 Franken Siegesbörse bildeten
zwei der vielen spielerischen Höhepunkte des traditionellen Pfingsttur-
niers, das so viel Spannung bot, wie es die hochkarätigen und dichten Teilneh-
merfelder versprachen. Letztlich fiel sogar die kurzfristige Absage des als
Nummer 3 gesetzten erkrankten Siegersvon 2011, Robin Roshardt, kaum ins
Gewicht. Im Tableau-Viertel des Zürchers sprang Raphael Lustenberger in
die Lücke. Der 25-jährige Luzerner,der seine Profi-Ambitionen im letzten 
Sommer nach dreijährigem Versuchbeendete, avancierte zum besten
Schweizer.

Falsche Entscheidungen getroffen Im Final, seinem sechsten Match in
drei Tagen, fehlte ihm dann etwas die Kraft. Er vermochte den majestätischen,
fast fehlerlosen Titelverteidiger Villagran zwar öfter in Verlegenheit zu brin-
gen, doch es haperte etwas beim Verwerten der Chancen. «Er läuft und kon-
tert ausserordentlich gut. Ich habe wahrscheinlich wegen Müdigkeit einige
falsche Entscheidungen getroffen»,stellte der Verlierer fest. Der 31-jährige
Sieger, der in Peseux/Neuchâtel eine Tennisschule betreibt und wie immer
mit Gattin und den zwei Kindern anreiste, aber nach wie vor leidenschaftlich
gern Turniere bestreitet, lobte das komplette Spiel des Gegners. Im Halbfinal
gegen den aggressiven Linkshänder Alexander Sadecky hatte Villagran
mehr Mühe bekundet, zu seinem filigranen Spiel zu finden.
Wie stark der Anlass besetzt war, zeigt auch die Tatsache, dass bei den
Männern ausser den Opfern von Villagran für die Schweizer spätestens die
Achtelfinals Endstation bedeuteten. Im merhin erreichten Adam Moundir, Ja-
cob Kahoun, Johan Nikles, Yannick Thomet, Yann Marti und Mathieu Gue-
nat dieses Stadium. Das 17-jährige Genfer Talent Nikles
(N4.114) kam mit einem dritten Sieg gegen einen höher klassierten Spieler
sogar noch eine Runde weiter und war klar bester Teenager. Bei den Frauen
sah es aus nationaler Sicht düsterer aus. Neben der momentan lediglich spora-
disch spielenden Lausannerin Bacsinszky standen nur zwei unter den letzten
acht, Michela Casanova (Arisdorf) nach einem Sieg und zwei der ärgerlichen
Forfaits, Gaëlle Rey (Chavannes-Des-Bois/Nr. 8) nach zwei Siegen gegen
hinter ihr rangierte Gegnerinnen.

2012-07 Smash Bericht

Crossklinik Open
Viel Lob von allen Seiten
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Beeindruckend starke Tableaus und Wetterglück prägten
das 8. Crossklinik Tennis Open Basel. Der Argentinier
Cristian Villagran und die Slowakin Zuzana Kucova holten
am traditionellen Pfingstanlass auf den BLTC-Plätzen im
Margarethenpark die begehrten Titel und die ersten Preisgelder
von 4200 respektive 3100 Franken. Beat Caspar

Finalisten sind meist zufrieden mit Turnieren,
loben die Chefs, die Organisation
und das Publikum, manchmal auch
die Sponsoren. Am Turnier von Vater und
Sohn Schudel, Kurt und Steven, war das
genauso. Nur sprach es hier nach vier Tagen
permanentem Sonnenschein und
sehr angenehmen Temperaturen aus den
Herzen. Das war aus den überglücklichen,
gelösten Gesichtern abzulesen. Wo
gibt es das schon, dass eine Turniersiegerin
aus Dankbarkeit und Respekt für die
Leistung der Turniermacher Stunden nach
dem eigenen Triumph frisch frisiert und
gekleidet aus dem Hotel zurückkehrt und
an der Preisverteilung dabei sein will!
Dass Zuzana Kucova dann doch nicht bis
zum feierlichen Schlusspunkt bleiben
konnte, lag nicht an ihr, sondern an engen
und dauernden anderen Finals, die
ihrem gebuchten Abendflug in die Quere
kamen.

Illustre Siegerin
Zuzana Kucova steht als Beispiel dafür,
welchen Qualitätsstandard das bekannte
Basler Pfingstturnier inzwischen erreicht.

etc...

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2013-05-17 Zeitungsbericht aus der BaZ

Bacsinszkys Erinnerungen an 2001

Tennis: Die 23-jährige Lausannerin führt am Basler Crossklinik Open das exzellente Feld an

Von Beat Caspar

Basel. Es ist alles angerichtet für die neunte Auflage des Internationalen Crossklinik Tennis Open Basel. Und unerschütterlich ist die Hoffnung, dass das Wetter über Pfingsten nicht ganz so nass und mies wird, wie es gewisse Prognosen verheissen. Notfallpläne für die allfällige Verlegung von Partien in verschiedene Hallen (Vitis, Bächliacker, Münchenstein, Sissach) liegen allerdings auch bereit. Nach dem von perfektem Wetter begleiteten letztjährigen Traditionsturnier wäre es riesiges Pech, wenn diesmal sehr viel improvisiert werden müsste. Einmal mehr lässt sich mehr als sehen, was Kurt und Steven Schudel für die an Spitzentennis interessierten Daheimgebliebenen anbieten. Insgesamt 207  Nennungen sind für die je zwei Einzel-Konkurrenzen für Männer und Frauen eingegangen. Dabei vermag die Qualität ohne Weiteres mit der Quantität mitzuhalten. Bei den Männern starten fünf N1-klassierte Spieler und zu den 16 Gesetzten gehört nur, wer vom Niveau her zu den 21 besten der Frühjahrsrangliste von Swiss Tennis gehört. Bei den Frauen weisen im Schweizer Ranking gar sieben der acht Gesetzten Top-Ten-Level auf. Das ist eine nie dagewesene Konstellation, welche die stetig höhere Wertigkeit des hochkarätigen Pfingstturniers unterstreicht. Dabei ist der internationale Anstrich alles andere als Etikettenschwindel: Von den insgesamt zwölf Spitzenkräften mit Top-Ten-Status haben nur drei den Schweizer Pass: Timea Bacsinszky (Belmont), Robin Roshardt (Zürich) und Alexander Sadecky (Würenlos). 

Unter den 40 Besten

Wie für Robin Roshardt, der seit 2011 der letzte Schweizer ist, der den 4200 Franken Preisgeld wertvollen Basler Titel zu gewinnen vermochte und diesmal hinter den Argentiniern Cristian Villagran und Sebastian Decoud als Nummer 3 gesetzt ist, betritt auch Timea Bacsinszky hier kein neues Terrain. Zwölf Jahre sind seit ihrem letzten Auftritt schon vergangen, aber die Lausannerin, die am 8. Juni ihren 24. Geburtstag feiern kann, erinnert sich sehr gut ans 2001. Aus gutem Grund: Die damals elfjährige (!) Juniorin gewann mit einem klaren Finalsieg gegen die drei Jahre ältere Dragica Stanojlovic den Titel. «Sie erstmals zu schlagen, war eine grosse Überraschung auch für mich», sagte Bacsinszky, die hier die Basis für ihren unaufhaltsamen Aufstieg bis WTA-Rang 37 im Einzel und Rang 36 im Doppel ausbaute. Von diesen Höhen ist Bacsinszky (WTA 214) gegenwärtig ziemlich weit entfernt. Die Ursache ist schnell gefunden. Seit nun zwei Jahren machen der Nummer 3 des Landes hinter Romina Oprandi und Stefanie Vögele eine hartnäckige Fussverletzung und Knieprobleme zu schaffen. Drei Jahre eine solide Top-50-Spielerin mit positiver SiegNiederlagen-Bilanz (227 zu 140), fiel sie aus den Top 200. Liebend gern wäre sie zur Qualifikation in Roland Garros angetreten, da sie jedoch nur Fünfte auf der Warteliste ist, kommt ihr die aufbauende Spielgelegenheit in Basel sehr gelegen. Natürlich möchte sie dem Titelgewinn 2001 einen zweiten anfügen, aber ihr Wunsch ist ein anderer. «Ich möchte endlich wieder ohne Schmerzen spielen können. In seinem Beruf immer leiden zu müssen, ist zermürbend», sagt die Lausannerin und hofft, «vielleicht kann ich davon profitieren, dass ich doch viel mehr Erfahrung habe als meine Konkurrentinnen.» Wie stark die 21-jährige Bulgarin Aleksandrina Naydenova (WTA 302), die 19-jährige Russin Ksenia Kirillova (369) und die 28-jährige aus Weissrussland stammende Pariserin Iryna Bremond (417) sind, weiss sie freilich auch.

 

 

Die Regionalen auf dem Prüfstand

 

Basel. der bedeutendste tennisanlass der region nach den Swiss indoors stellt für die hiesige Spitze eine hervorragende Gelegenheit dar, eine Standortbestimmung vorzunehmen. Für die zwei Topkonkurrenzen haben sich fünf Baslerinnen und sechs Basler eingeschrieben. Elisa Elhadj (nummer 42 des Frühjahrs-rankings von Swiss Tennis), Diana Carollo (46) und Michela Casanova (47) sind die am höchsten klassierten regionalen im Tableau der Frauen, Fabian Spaar (Nr. 91) und danilo Casanova (106) die einzigen national klassierten schweizerischen Vertreter der Tennisregion Basel im n1/r2-Event. Dabei wollte es die Auslosung, dass mit den r1-spielern Oliver Bühler und Martin Poplawski zwei regionale gleich in ihrem Startspiel aufeinandertreffen (heute, 17 Uhr, auf BLTC)und einer von ihnen die runde der letzten 32 erreichen wird. Für fast alle andern wäre ein Weiterkommen eine positive Überraschung. BC

 

2012-05-30 Zeitungsbericht aus der BZ

Spitzenkost in einer familiären Idylle

Tennis Der Argentinier Cristian
Villagran und die Slowakin Zuzana
Kucova gewannen das 8.
Crossklinik Tennis Open.

VON GEORGES KÜNG

Den Laien mag es erstaunen, wenn
ein Finalspiel eines 25 000-Franken-
Turnieres ohne Schieds- und Linienrichter
stattfindet. Auch von Ballboys
ist nichts zu sehen. Doch Kurt Schudel,
Mitgründer und Turnierorganisator,
hat hiefür eine plausible Erklärung.
«Müsste ich Refs stellen, würde
dies bedeuten, dass ich die Kosten
am Preisgeld für die Spieler abziehen
müsste». Und die exemplarische Fairness
der Spieler gibt dem Basler, der
sich auch in der Welt des Fussballes
(FC Basel Nachwuchs und SC Dornach)
bewegt, Recht. Im nächsten
Jahr wird sein Sohn Steven, einst ein
N3-Spieler, neuer Turnierdirektor. Im
Wissen, dass Papa weiterhin mithelfen
wird. Denn ohne die treuen Sponsoren,
die grösstenteils aus der Gesundheitsbranche
sind, wäre es nicht 
möglich, in einem familiären-idyllischen
Ambiente ein Turnier durchzuführen,
das von der Stärke her bereits
die Nummer drei oder vier der
Schweiz ist.
Siegerin Zuzana Kuvoca, die vor einem
Jahr noch die WTA-Nummer
101 war, gab in ihren vier Matches
ganze zwölf Spiele ab. Auch im Endspiel
unterlag die Australierin Daniella
Jeflea mit 2:6 und 1:6. «Nach
meiner einjährigen Verletzungspause
werde ich ab Frühling 2013 erstmals
wieder zehn WTA-Turniere bestreiten,
dann schauen, ob ich nochmals
voll auf die Karte Tennisprofi
setze», so die Slowakin, die einst für
Old Boys Interklub gespielt hatte.

Sieg trotz Verletzung
Bei idealen Bedingungen, frühsommerlichen
Temperaturen und einer
ansehnlichen Zuschauerkulisse
auf der Anlage des BLTC Basel war
das Männer-Endspiel der Turnierhöhepunkt.
Was Cristian Villagran aus
Argentinien und der Franzose Laurent
Recouderc, einst die Weltnummer
124, boten, war Spitzentennis
auf Sand. Dass der Südamerikaner,
einst die ATP-Nummer 200, mit 6:4
und 6:4 gewann, hing zuletzt an einem
dünnen Faden. Denn Villagran
hatte sich zuvor, beim Stande von 5:2
im zweiten Satz, beim Aufschlag mit
dem Racket am Knie verletzt. «Wäre
es in einen dritten Satz gegangen,
wäre es für Villagran eng geworden.
Die Verletzung ist schmerzhaft und
behindert ihn beim Aufschlag», so
Platzarzt Thomas Schwamborn.
Der Sieger ist mit einer Schweizerin
verheiratet und wohnt in Neuchâtel.
«Ich mag dieses Turnier, weil es
so persönlich und familiär ist. Wir logieren
in einem Viersterne-Hotel und
Kurt und Steven Schudel erfüllen uns
Spieler jeden Wunsch», lachte der
«Gaucho», der zum dritten Mal am
Start war und im Jahr 2009 im Final
gegen den Zürcher Roman Valent
nach acht Matchbällen verloren hatte.
Diesmal verwandelte er gleich seinen
ersten Matchball und erhielt dafür
4200 Franken Siegergeld.

Der 30-jährige Christian setzte sich 
im Final in 2 Sätzen durch.

Foto: JUNKOV