2011-06 Smash Bericht

Internationale <<crossklinik Basel Tennis Open>> mit neuem Führungsduo

Wenn der Vater mit dem Sohn

Mit einem Preisgeld von 20 000 Franken und jeweils rund 50N-Spieler/-innen im Teilnehmerfeld gehört der traditionsreiche Pfingstcup auf den Anlagen des BLTC Basel seit Jahren zu den beliebtesten Tennisevents auf Schweizer Boden. 1991 wurde das Turnier als regionaler Anlass gegründet. Das Budget betrug damals 800 Franken. Heute steht den Organisatoren für ihren mittlerweile internationalen Anlass ein Etat von 70 000 Franken zur Verfügung. Dies dank des Titelsponsors crossklinik, der sein Engagement 2011 weiter ausbaute.

Schudel für Baumann

Eine Änderung erfuhr Ende 2010 das Organisationskomitee. Nach 18-jähriger Zusammenarbeit hat sich das Duo Hans-Ruedi Baumann und Kurt Schudel getrennt. An Baumanns Stelle wurde neu Steven Schudel ins Boot geholt, der nun zusammen mit seinem Vater Kurt die Turnierdirektion bildet. Mit dem Partnerschaftswechsel erfuhr auch der Turniername eine Änderung. Der Topanlass am Pfingstwochenende (10. bis 13. Juni) figuriert nun unter dem Label <<crossklinik Basel Tennis Open>> im Turnierkalender. Unverändert bleibt die Austragung auf den Anlagen der Basler Clubs BLTC, TC Old Boys und TC Helvetia. Gespielt wird in je zwei Damen- und Herrenkonkurrenzen (N/1/R2 und R2/R6). Spieler/-innen mit dem N1- oder N2-Klassierung bietet das umtriebige Organisationsduo Schudel Gratis-Hospitality im 4-Sterne-Hotel an. Es darf davon ausgegenen werden, dass dieses attraktive Angebot auch dieses Jahr viele nationale Tennisgrössen nach Basel locken wird und die Zuschauer erneut hochkarätigen Sport zu sehen bekommen werden. Weitere Infos zum Turnier unter www.crossklinikcup.ch

 

2010-05-25 Zeitungsbericht aus der BAZ

Die Topgesetzten sichern sich die ersten Preisgelder

BEAT CASPAR

Der Argentinier Cristian Villagran und die Schweizerin Myriam Casanova schrieben sich erstmals in die Siegerlisten des mit 20 000 Franken dotierten Pfingstturniers ein.

Vier Tage spannendes Klasse-Tennis bei perfektem Wetter – das war der Crossklinik-Cup Ausgabe 2010, der in den ausserordentlich stark bestückten Hauptkonkurrenzen mit Favoritensiegen endete. Der vor einem Monat erstmals Vater gewordene Cristian Villagran verdrängte mit seinem souveränen Titelgewinn seine schlechten Erinnerungen ans Vorjahr, als für ihn in einem epischen Endkampf gegen Roman Valent sieben Matchbälle nicht reichten.

Er freue sich riesig und widme den Sieg seiner Frau Ramona und dem Söhnchen Nahuel, erklärte der in Neuenburg wohnhafte Tourspieler, der einst zu den Top 200 der ATP gehörte. Wegen einer sechsmonatigen Verletzungspause ist der 28-Jährige weit zurückgefallen und vorläufig nicht mehr für Challengers qualifiziert. Nach der Interclubsaison, die er mit dem ambitionierten, grosszügigst honorierenden Team von Cologny (Genf) bestreitet, wird er mit Familie in die Heimat reisen und über kleine Profiturniere (Futures) wieder nach oben zu kommen versuchen. Er betrachte sich nach wie vor als Tour-Professional, auch wenn er fortan mehr zu Hause sein wolle. Auf seinem Weg zu den 3000 Franken Preisgeld wurde Villagran nur in der Vorschlussrunde von Landsmann Alejandro Kon (Nr. 4) und in einem taktisch geführten Final von Mathieu Guenat (8) gefordert. Sein ehemaliger Interclub-Teamkollege hatte in den Halbfinals in einem Duell früherer Sieger den als 2 gesetzten Frédéric Nussbaum in drei Sätzen eliminiert.

ALTE KLASSE. Sehenswertes boten auch die Frauen, allen voran Myriam Casanova. Die topgesetzte Rheintalerin, einst Titelgewinnerin auf der WTA-Tour und die Nummer 45 der Welt, wurde wegen des kurzfristigen Rückzugs von Talent Belinda Bencic erst am Pfingstmontag richtig gefordert. Die bald 25-Jährige, für die Tennis heute nur noch Hobby ist, setzte sich gegen Vorjahresfinalistin Céline Cattaneo in zwei und Sarah Moundir in drei Sätzen dank ihrem Tempotennis und ihrer Kühle bei wichtigen Punkten zweimal durch. Finalverliererin Moundir, die mit zwei N1-Resultaten insgesamt zufrieden war, sagte, «da war nichts zu machen. Von aussen mag es anders aussehen, aber auf dem Platz geht alles extrem schnell. Ich kam immer wieder zu spät.» Lachend fügte die Luzernerin, die bis zur Matura in zwei Jahren der Schule Vorrang gibt, an, «ich wusste nicht, was machen gegen sie. Ich war Ballgirl und Zuschauerin.»

Die beiden tieferen Turniere ergaben höchst unterschiedliche Gewinner. Bei den Männern triumphierte nach rund sechs Stunden Einsatz allein am Montag der bald 40-jährige Sissacher Peter Frey, bei den Frauen die erst 13-jährige Margaux Deagostini aus Colombier.

6. Int. Crossklinik-Cup in Basel

Männer. Einzel N1/R2. Achtelfinals: Cristian Villagran (Arg/1/N1.6) s. Nikolai Haessig (Reinach AG/N3.70) 6:0, 6:2. Stefan Kilchhofer (Basel/15/N2.27) 6:3, 6:7, 6:1. Alejandro Kon (Arg/4/N1.10) s. Julien Lorenz (Schindellegi/13/N2.22) 7:6, 6:4. Yannick Thomet (Malleray/7/N2.15) s. Pascal Diemand (Hägendorf/N3.56) 6:2, 6:2. Mathieu Guenat (Savigny/8/N2.16) s. Luca Roshardt (Zürich/14/N2.24) 6:1, 6:1. Robin Roshardt (Zürich/3/N1.8) s. Mario Eckhardt (De/11/N2.20) 6:2, 6:0. Gustavo Hernan Gomez Rosso (Arg/9/N2.17) s. Mauro Ferrer (Arg/5/N1.10) 6:3, 6:0. Frédéric Nussbaum (Neuenburg/2/N1.7) s. Slobodan Mavrenski (Hemetschwil-Staffeln/16/N2.28) 6:4, wo. – Viertelfinals: Villagran s. Kilchhofer 6:4, 6:2. Kon s. Thomet 6:3, 6:4. Guenat s. R. Roshardt 6:1, 6:1. Nussbaum s. Gomez Rosso 6:2, 6:2. – Halbfinals: Villagran s. Kon 7:5, 7:6 (3). Guenat s. Nussbaum 6:4, 4:6, 6:4. – Final: Villagran s. Guenat 6:3, 6:3.

R2/R6. Halbfinals: Massimo Mannino (Matten BE/16) s. Maximilian Strasser (Kallnach/7) 6:1, 6:0. Peter Frey (Böckten/2) s. Michel Baumann (Möhlin/6) 7:6, 6:7, 6:4. – Final: Frey s. Mannino 0:6, 6:4, 6:4.

Frauen. N1/R2. Viertelfinals: Myriam Casanova (Altstätten/1/N1.6) s. Justine Humair (St. Sulpice/R2) 6:3, 6:2. Céline Cattaneo (Fr/5/N1.10) s. Tanja Ostertag (De/4/N1.9) 1:6, 7:6, 7:6. Sarah Moundir (Adligenswil/7/N2.12) s. Ksenia Kirillova (Russ/3/N1.9) 6:3, 6:3. Patrycja Sanduska (Pol/2/N1.6) s. Gaëlle Widmer (Neuenburg/6/N2.11. Titelverteidigerin) 6:2, 6:2. – Halbfinals: Casanova s. Cattaneo 7:5, 7:6. Moundir s. Sanduska 6:0, 6:3. – Final: Casanova s. Moundir 6:3, 5:7, 6:2.

R2/R6. Halbfinals: Séraphine Buchmann (Illnau/3) s. Emanuela Roseda (It) 1:6, 6:2, 6:4. Margaux Deagostini (Colombier/2) s. Melanie Vidovic (Basel/7) 6:3, 6:1. – Final: Deagostini s. Buchmann 6:2, 6:3.

2010-05-21 Zeitungsbericht aus der BAZ

Casanova topgesetzt

TENNIS. Die sechste Auflage des Internationalen Crossklinik Cups um total 20 000 Franken Preisgeld bringt an Pfingsten Spitzentennis auf die Plätze des Basler LTC, der Old Boys und des TC Helvetia. Prominenteste unter den 220 Startern ist Myriam Casanova (24, Bild). Die einstige 54. der WTA-Weltrangliste muss fünf Matches gewinnen, will sie Nachfolgerin von Vorjahressiegerin Gaëlle Widmer werden. Wie bei den Frauen sind auch bei den Männern fünf aus den Top 10 des Swiss-Tennis-Rankings dabei. Spannend wird, wie sich die besten Basler sowie der letztjährige Überraschungsmann Nuttanon Kadchapanan (Thai) angesichts dieser starken Konkurrenz behaupten.bc>

2010-05-21 Zeitungsbericht aus der BZ

Cristian Villagran schafft den Turnier-Hattrick in Basel



Der Argentinier mit Wohnsitz in Neuchâtel gewinnt das 9. Crossklinik Tennis Open im Final mit 6:3 und 6:4 gegen Raphael Lustenberger. Bei den Frauen setzt sich die Bulgarin Alexandrina Naydenova im Final klar mit 7:5, 6:1 gegen Iryna Bremond durch. von Georges Küng 

Auf dem Center Court lieferten sich Cristian Villagran (31) und der Innerschweizer Raphael Lustenberger (24) ein Finalspiel, das allerbeste Tenniskost bot. Der Südamerikaner, der zu seiner besten Zeit im ATP-Ranking auf Platz 180 klassiert war, stand zum vierten Male im Endspiel dieses Turniers. Ihm gegenüber stand ein Widersacher, mit dem niemand gerechnet hatte. Sicher, Raphael «Lusti» ist kein Unbekannter, noch immer die Nummer 14 der Schweiz. Seine Profikarriere gehört jedoch der Vergangenheit an, heute arbeitet der Ebiker zu 100 Prozent im Sportmarketing.

Sieg für die Familie
Die Nummer 9 des Turniers forderte dem top gesetzten Argentinier alles ab. Doch die «Big Points» machte meist Villagran, der vier Matchbälle brauchte, bis er mit 6:3 und 6:4 die Partie für sich entschieden hatte. Es ist der dritte Turniersieg in Folge für den zweifachen Familienvater. «Diesen erneuten Erfolg in meinem Wohnzimmer widme ich meiner Frau und den beiden Jungs.» Schliesslich ist im Couvert ein feines Preisgeld; «das Leben in der Schweiz ist für eine junge Familie teuer», erklärte der gut gelaunte Sandplatz-Spezialist nach Matchende.

Naydenova siegt bei den Frauen
Vorgängig hatten sich im Frauen-Endspiel Alexandrina Naydenova und Iryna Bremond gegenübergestanden. Die als Nummer 2 gesetzte Naydenova siegte klar in zwei Sätzen (7:5, 6:1). Naydenova, immerhin im Weltranking die WTA-Nummer 264, hatte es aus einem guten Grund eilig. Kaum war das Endspiel vorbei, packte sie ihre Sachen und wurde zum Euro-Airport chauffiert. Dort ging ihr Flieger in Richtung Casablanca. «Ich spiele ab Montag ein 25,000-Dollar-WTA-Turnier in Marokko», so die Bulgarin. Im Halbfinale schied die top gesetzte Timea Bacsinszky aus. Die Schweizerin hat ihre Profikarriere beendet und lässt sich nun zur Hotelfachfrau ausbilden.

Nächstes Jahr die Jubiläumsausgabe

Das Crossklinik-Turnier hat sich zu einem ganz feinen Event gemausert. Alle Spieler sind ob der Abwicklung und Organisation des Turniers begeistert. Beeindruckend die Leistungsdichte an Spitzenspielern. «Heuer konnten wir nicht jeden N2-Spieler setzen», erklärten die Turnierveranstalter Kurt und Steven Schudel mit berechtigtem Stolz.

Und kaum war der letzte Ball gespielt, gaben bereits die meisten Spitzenspieler ihre Zusicherung für die nächstjährige Jubiläumsausgabe.

 

(bz Basellandschaftliche Zeitung)

2009-06-04 Zeitungsbericht aus der BAZ

Jasskarten statt Tennisbälle

Grosse Namen präsentierten die Macher des Crossklinik Pfingstcups um Kurt Schudel nicht nur auf, sondern auch abseits der Basler Tennisplätze. Rico Bunkenburg, Marco Chiudinelli und Stefan Kilchhofer liessen es sich nicht nehmen, ihr langes freies Wochenende für einen Besuch auf der BLTC-Anlage zu nutzen. Allerdings wohnten sie dort nicht nur als Zuschauer den teilweise hochstehenden Duellen bei, sondern zogen sich auch immer wieder ins Clubhaus zurück. Dort gesellte sich mit Dominik Utzinger ein weiterer (ehemaliger) Klassespieler zum Trio, um die «vergiftete» Jassrunde zu komplettieren. Dabei verkam sogar Roger Federers Auftritt in Roland Garros, der vom Bildschirm flimmerte, zur Nebensache. Verständlich, denn höchste Konzentration war gefragt. Schliesslich, so munkelt man, habe das Quartett ausgemacht, dass die Jass-Verlierer im 2010 wieder am Pfingstcupvorbeischauen – dann aber mit dem Racket wohlgemerkt …

Wesentlich strenger hat es zurzeit Deborah Büttel, Basels bekannteste Langstrecklerin, die am Susanne-Meier-Memorial die grosse Abwesende war. Für ihre Absenz hatte sie einen guten Grund, schliesslich steht die Jus-Studentin vor ihren ersten Uni-Prüfungen und findet kaum Zeit zum Trainieren und noch weniger Zeit für Wettkämpfe. Auf eine baldige Rückkehr auf die Tartanbahn freut sich mit ihr PEER PLEKS