2020-07-03 Zeitungsbericht aus der Riehener Zeitung

TENNIS 16. Internationales Crossklinik Tennis Open mit Event und Spielen in Riehen

Ein Tennis-Event für die Schweizer Elite

rs. Wegen Corona hatte die «normale» Austragung des 16. Internationalen

Crossklinik Tennis Open, zu dessen Spielorten seit Jahren auch der Platz

des TC Riehen auf der Grendelmatte zählt, für das Pfingstwochenende ab

gesagt werden müssen. Nach Wochen des erzwungenen Unterbruchs findet

das Tennisturnier nun aber vom 16. bis 19. Juli in noch nie dagewesenem Rahmen

statt. Das Männertableau mit den höchstklassierten nationalen Spielern wird –

wie ein Grand-Slam-Turnier – sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen mit

einem 128er-Tableau gespielt, also mit sieben Runden bis und mit Final.

Hinzu kommen auf Stufe der Regional Klassierten ein 128er-Tableau bei den Männern

und ein 64er Tableau bei den Frauen. Gemeldet sind bei den N-Tableaus so prominente

Leute wie die Schweizer Davis-Cup-Spieler Henri Laaksonen (ATP 137),

Marc-Andrea Hüsler (ATP 298), Sandro Ehrat (ATP 392) und das erst 17-jährige Jungtalent

Jérôme Kym sowie die Schweizer Top-Junioren Dominic Stricker, Leandro Riedi und

Jeffrey von der Schulenburg. Beiden Frauen eingeschrieben haben sich unter anderem

Viktorija Golubic (WTA 123), Ylena In-Albon (WTA 235), Simona Waltert (WTA 284) und

Leonie Küng (WTA 155) – Letztere hatte mit ihrer Finalqualifikation amWTA-Turnier im

thailändischen Hua Hin im Februar 2020 für grosses Aufsehen gesorgt.

Aufgalopp in Riehen

Hauptspielort ist die Tennisanlage des BLTC Basel im Margarethenpark, gespielt wird aber

Auch auf den Plätzen des TC Old Boys bei der Schützenmatte, im TAB Aesch und auf den

Plätzen des TC Riehen auf der Grendelmatte. In Riehen, wo Co-Turnierleiter Steven Schudel

seine Tennisschule betreibt, findet am Mittwoch, 15. Juli, also einen Tag vor dem eigentlichen

Turnierbe ginn, zum Auftakt ein Sponsorevent mit prominenten Schweizer Tennis persönlichkeiten

statt. Riehen ist ein Hauptaustragungsort des R2/R6  Turniers und wird auch einige attraktive Spiele

der N1/R1-Konkurrenz beherbergen. Im Rahmen der Turnierreihe durfte das Publikum vor zwei

Jahren übrigens einen ehemaligen Welt klassespieler begrüssen, erzählt Kurt Schudel mit einem

Schmunzeln. Ein gewisser Ronald Agénor bestritt, in fortgeschrittenem Tennisalter, ein

Turnierspiel auf der Grendelmatte. Kurt Schudel rieb sich die Augen und telefonierte

Swiss-Indoors-Turnierdirektor Roger Brennwald, der nach Riehen eilte und den damaligen

Haitianer und heutigen US-Amerikaner persönlich begrüsste, der 1987 in Basel gegen

Yannik Noah den ersten ATP-Final der Geschichte zwischen zwei dunkelhäutigen Spielern

absolviert hat.

Zustupf für Schweizer Topspieler Das Basler Turnier findet im Rahmen der aktuellen

Richtlinien des Bundes und gemäss Schutzkonzept des Schweizer Tennisverbandes Swiss Tennis

statt und die Organisatoren bitten alle Beteiligten und Schaulustigen, die Hygiene- und

Abstandsregeln einzuhalten. «Wir freuen uns sehr, in Zusammenarbeit mit allen Sponsoren und

Partnern den Spielerinnen und Spielern nach langer Ernstkampfpause wieder Wettkampfpraxis

bieten zu können – dies bei einem qualitativ hochstehenden Teilnehmerfeld, zu dem die

Schweizer Elite sowie nach der Grenzöffnung auch internationale WTA-Spielerinnen und ATP

Spieler gehören», sagt Co-Turnierleiter Kurt Schudel, und: «Die Turnier-leitung setzt sich aufgrund

der aktuellen Herausforderungen für die Schweizer Tennisspielerinnen und Tennisspieler besonders

ein. Dank dem grossartigen Support von Sponsoren, Partnern und Gönnern konnte nebst dem

regulären Preisgeld ein Fonds von 23’000 Franken geschaffen werden, der den zehn erfolgreichsten

Schweizer Spielerinnen beziehungsweise Spielern des Turniers zugutekommen wird – als

Anerkennung für deren Leistungen und die aktuellen finanziellen Herausforderungen aufgrund der

Corona-Krise.»

 

Prominenter Besuch auf der Grendelmatte im

Jahr 2018: Ex-Swiss-Indoors Finalist Ronald Agénor, umringt von Roger Brennwald (links) und Kurt

Schudel.

Foto: zVg